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Inhalt
- 1.2.1. Vor dem Euro
- 1.2.2. Die Vorbereitung auf den Euro
- 1.2.3. Mit dem Euro
- 1.2.4. Die Konvergenzkriterien
- 1.2.5. Scheine und Münzen in Euro
- 1. Der Euro
- 2. Die Wirtschafts- und Sozialkulturen in der Europäischen Union (EU)
- 3. Die europäischen Werte und Symbole
- 4. Die EU in der Welt
- 5. Unionsbürgerschaft
- 6. Kulturelle Vielfalt und Bildung
- 7. Die politische Integration Europas
Suche frage
Die Entwicklung Europas - Die Geschichte des Euros
1.2.5. Scheine und Münzen in Euro
1.2.5.1. Was ist ab 2002 in unserem „Portmonnaie“ enthalten?-
Die verschiedenen Modelle für Euroscheine wurden der Öffentlichkeit am 13. Dezember 1996 in Dublin vorgelegt, die Münzen im Juni 1997 beim Gipfel von Amsterdam. Die eigentlichen Scheine wurden der Öffentlichkeit der Eurozone durch den Präsidenten der EZB vorgestellt.
Es gibt sieben Banknoten von 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro in unterschiedlicher Farbe und Größe. Das Aussehen ist für die gesamte Eurozone identisch, wo sie legal* im Umlauf sind (also kein nationalen Merkmale) Sie weisen ausgeklügelte Sicherheitsmerkmale auf. Die Banknoten werden in mehreren Zentren in Europa unmittelbar unter der Verantwortung der Europäischen
Zentralbank* (EZB) hergestellt.
Die Europäische Zentralbank
Acht Münzen im Wert von 0,01, 0,02, 0,05, 0,1, 0,2, 0,5, 1 und 2 Euro. Die Untereinheit des Euro heißt juristisch „Eurocent“ und umgangssprachlich „Cent“ (Aussprache wie im Englischen) bzw. „Centimes“. Die Münzen werden unter der Verantwortung der nationalen Zentralbanken hergestellt.
Neben den zwölf Ländern der Eurozone drucken die Republik von St. Marin, die Vatikan-Stadt und das Fürstentum von Monaco ihre eigenen Euromünzen, die beiden erstgenannten mit dem Einverständnis der italienischen Regierung, das Fürstentum mit dem Einverständnis der französischen Regierung.
Scheine und Münzen in Euro.
© Promeuro – Abbildung 1.2.5.a
Währungsabkommen und Wechselkurse der Gemeinschaft und der Mitgliedstaaten auf der Webseite für den Euro in Belgien: euro.fgov.be
1.2.5.2. Welche Prinzipien waren für die Auswahl der Illustrationen auf den Banknoten ausschlaggebend ?-
Die graphischen Darstellungen symbolisieren das architektonische Erbe Europas : Fenster und Portale auf der Vorderseite weisen auf den Geist der Öffnung und der Zusammenarbeit in der Europäischen Union hin. Eine Brücke aus einer bestimmten Zeit auf der Rückseite symbolisiert die Verbindung unter den Völkern Europas und Europas mit der übrigen Welt. Die zwölf Sterne der europäischen Flagge symbolisieren Dynamik und Harmonie Europas. Die Zeichnungen sind das Werk des Österreichers Robert Kalina von der österreichischen Zentralbank, deren Entwürfe anlässlich eines europaweiten Wettbewerbs ausgewählt wurden. Das Fehlen der Darstellung von Persönlichkeiten, die die Kultur und Idee Europas geprägt haben (Aristoteles, Dr. Gro Harlem Brundtland,
Winston Chruchill*, Leonardo da Vinci, Dante Albert Einstein, Erasmus von Rotterdam, Alexander Fleming, Gallilei, Victor Hugo,
Immanuel Kant*,
Jean Monnet*, Wolfgang Amadeus Mozart, Henri le Navigateur, Louis Pasteur, Marco Polo, Rembrandt,
Robert Schuman*, William Shakespeare, Socrates,
Altiero Spinelli*, Ludwig van Beethoven usw.) wurde bedauert. Diese Entscheidung brachte die Sorge zum Ausdruck, die nationalen Empfindlichkeiten nicht zu einem Zeitpunkt zu verletzen, zu dem der Euro an die Stelle der nationalen Währung tritt. Trotzdem könnte die Eingenommenheit für Münzen mit nationalem Aussehen die EZB dazu ermutigen, die Darstellungen auf den Banknoten bei künftigen Emissionen in diesem Sinne weiterzuentwickeln. 
Jean Monnet
Reisende haben ferner das Fehlen von Ein-Euro-Scheinen bedauert, da es bereits viele Münzen gibt und ein Ein-Euro-Schein hätte es leichter gemacht, ein Trinkgeld in Euro zu geben, insbesondere außerhalb Europas, wo es leichter ist, Scheine umzutauschen als Münzen.
Die Haltbarkeit kleiner Größen könnte verbessert werden, wenn sie aus Kunststoff hergestellt würden.
Der 500-Euro-Schein wurde kritisiert, weil er den Schwarzmarkt begünstigen könnte.
1.2.5.3. Welche Prinzipien waren für die Gestaltung der Münzen-
Die Münzen haben eine einheitliche Vorderseite, die von Luc Luycx vom königlichen belgischen Münzamt gestaltet wurde. Die Rückseite stellt ein oder mehrere nationale Sinnbilder dar. Sie gelten jedoch als gesetzliches Zahlungsmittel in allen Ländern der WWU. Dieses Merkmal wird von einigen als Behinderung des europäischen Charakters der gemeinsamen Währung empfunden, von anderen dagegen als sichtbaren Ausdruck dafür, dass der Euro wirklich „Europa in unsere Taschen“ bringt. Die Differenzierung der Münzen nach Ländern hat ein großes Interesse bei Münzsammlern und Liebhabern von Münzen hervorgerufen.
Einige Länder wie Finnland haben beschlossen, die Herstellung von Münzen von 1 bis 5 Cents einzustellen. Letztere sind jedoch in Ländern mit niedrigen Einkommen nützlich, weil sie verhindern, dass systematisch auf 10 Cents aufgerundet wird.
Der Hintergrund für die nationale Gestaltung jeder Münze :
1.2.5.4. Welche Sicherheitsmaßnahmen wurden gegen die Fälschung des Euro unternommen ?-
In die Euro-Banknoten sind zahlreiche moderne Sicherheitsmerkmale eingearbeitet, sodass sie vor Fälschung mindestens ebenso gut geschützt sind, wie die vorhergehenden Banknoten in der Landeswährung. Der in Dublin verabschiedete rechtliche Rahmen verpflichtete die Mitgliedstaaten, die zur Bekämpfung etwaiger Fälschungsversuche notwendigen Maßnahmen zu ergreifen. Bei den Banknoten geht es bei den Sicherheitsmerkmalen, die der Öffentlichkeit von der EZB erläutert wurden um einen Sicherheitsfaden, einen metallischen holographischen Streifen, das Wasserzeichen und einen schillernden Streifen, vor allem aber um die Qualität des Papiers zur Herstellung. Die Banknoten wurden der Öffentlichkeit nicht vor dem 1. Januar 2002 zugänglich gemacht, um Missbrauch und Gelegenheiten zur Fälschung zu vermeiden. Die Münzen, insbesondere die 1- und 2-Eurostücke sind ebenfalls mit besonderen Sicherheitsmerkmalen versehen.
In seinem Kampf gegen Nachahmung wird das internationale Zentrum für den Kampf gegen Nachahmung der EZB von einem nationalen Analysezentrum in jedem Mitgliedstaat der EU unterstützt und bietet seinerseits der internationalen Gruppe zur Abschreckung vor Nachahmung seine Unterstützung an, eine gemeinsame Initiative der 27 Zentralbanken in der ganzen Welt.
In der Praxis mussten Ende 2004 durchschnittlich etwa 50.000 falsche Banknoten pro Monat aus dem Verkehr gezogen werden, hauptsächlich 50-€-Scheine (48%), 20-€-Scheine (24%) und 100-€-Scheine (17%). Die falschen Scheine, die aus dem Verkehr gezogen wurden und deren Anzahl stetig stieg, ist in der zweiten Hälfte 2004 auf weniger als 300 000 Scheine gesunken. Diese Zahlen müssen mit den 8,9 Milliarden Scheinen verglichen werden, die im Umlauf sind. Der Euro bleibt eine der zuverlässigsten Währungen der Welt: es reicht aus, einen Schein „zu berühren, anzuschauen und zu biegen“ um schnell eine Fälschung zu erkennen.
Banknoten und Münzen in Euro auf der Internetseite <Euro> der EZB: www.euro.ecb.intDie Sicherheitsmerkmale der Banknoten: www.ecb.de/bc/banknotes/decurity/htm/index.fr/html
Die Sicherheitsmerkmale der Münzen: www.ecb.de/bc/coins/seurity/htm/index.fr/html
Jahresbericht über den Kampf gegen Fälschungen:
www.ecb.de/pub/pdf/annrep/an20
1.2.5.5. Können Sehbehinderte die Banknoten und Münzen identifizieren ?-
Bei den technischen Spezifikationen wurden die Bedürfnisse von Blinden und Sehbehinderten berücksichtigt, deren Verbände zu Rate gezogen wurden. Zur Erleichterung der Identifizierung der verschiedenen Größen unterscheiden sich die Banknoten nach Größe und Farben, die je nach Nennwert unterschiedlich sind. Sie tragen auf beiden Seiten deutlich sicht- und lesbare Zahlen, die bei allen Größen immer an der gleichen Stelle zu finden sind, sowie zu ertastende Merkmale.
Auch die Münzen wurden mit unterschiedlichen Merkmalen versehen, um so das Unterscheidungsvermögen von Sehbehinderten zu erleichtern.
Umfragen haben gezeigt, dass Sehbehinderte der Meinung sind, dass mit dem Euro nicht nur Unannehmlichkeiten vermieden werden, die mit der Vielzahl von Scheinen und von Land zu Land unterschiedlichen Münzen zu tun haben, insbesondere bei Reisen ins Ausland, sondern dass die Spezifikationen der Scheine und Münzen in Euro ihren Erwartungen gerecht werden.
Webseite in englischer Sprache der EU der Blinden: www.euroblind.org
(besonders wie Sitzungen zum Kennenlernen von Münzen in Euro organisiert werden können)
Video in deutscher Sprache über den europäischen Tandemausflug.
1.2.5.6. Enthalten die Münzen Metalle, die Allergien hervorrufen können ?-
Aus Sicherheitsgründen enthalten die 1-€- und 2-€-Münzen Nickel (die anderen nicht).
Zwei Labors – in Großbritannien und in Schweden – haben vor den Gefahren von Allergien durch das Vorhandensein von Nickel in diesen Münzen gewarnt. 25% der Frauen und 2 bis 5 % der Männer sind allergisch gegen Nickel.
Im Gegensatz zu den alten französischen Francs z.B. enthalten die Euros aber kein reines Nickel. Nur die 1- und 2-Euromünzen enthalten Nickellegierungen. Die Krone (gelb) der 1-Euromünze ist aus Neusilber (75% Kupfer, 20% Zink und 5% Nickel), der mittlere Teil (weiß) aus Cupronickel (75% Kupfer und 25% Nickel). Bei der 2-Euromünze ist die Zusammensetzung umgekehrt: die Krone aus Cupronickel und der Mittelteil ans Neusilber.
Nickel wird in der Schmuckwarenherstellung und in der Messerherstellung verwandt und war mit einem Anteil von 75% in den Münzen vorhanden, die vor der Einführung des Euro national im Umlauf waren, während die 1- und 2-Euromünzen nicht mehr als 8% der Masse an Münzen ausmachen, die nach dem Verschwinden der nationalen Währungen in Umlauf gebracht wurden.
Gefahr scheint weniger für die Bevölkerung allgemein zu bestehen, als für Kassierer und Kassiererinnen, Schalterbeamte in Banken und Postämtern, die mit erheblichen Mengen von Münzen umgehen.